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EVP will Listenflut stoppen und fordert einfaches und gerechtes Wahlsystem

Fast 6000 Kan­di­die­rende bewer­ben sich auf einer der rund 620 Wahl­lis­ten für die 200 Sitze im Natio­nal­rat. Für die Wäh­le­rin­nen und Wäh­ler bedeu­tet die­ser Rekord vor allem eines: Die Wah­len wer­den unüber­sicht­lich, das Cou­vert mit den Unter­la­gen und Wer­be­ma­te­ria­lien wird dicker und dicker, die Frus­tra­tion steigt. EVP-Nationalrat Marc Jost möchte diese Lis­ten­flut stop­pen und auf ein ein­fa­ches und gerech­tes Wahl­sys­tem umstel­len. Dies for­dert er im heute ein­ge­reich­ten Vor­stoss «Schluss mit Lis­ten­flut – Ein­fa­ches und fai­res Wahl­sys­tem für die Natio­nal­rats­wah­len».

Im Jahr 2003 war das Feld der Kan­di­die­ren­den gegen­über 2023 gerade ein­mal halb so gross. Auch gegen­über 2019 stieg die Zahl der Kan­di­die­ren­den um mehr als ein Vier­tel. Der Grund dafür ist ein­fach: Mit zusätz­li­chen Lis­ten und Kan­di­die­ren­den erhof­fen sich die Par­teien zusätz­li­che Stim­men, auch wenn schon im Vorn­her­ein klar ist, dass die Kan­di­die­ren­den die­ser Zusatz­lis­ten keine Chan­cen auf einen Natio­nal­rats­sitz haben, son­dern ledig­lich als Stim­men­fang die­nen.

Unüber­sicht­li­che Lis­ten­ver­bin­dun­gen

In eini­gen Kan­to­nen müs­sen nun wohl zwei statt ein Wahl­cou­vert ver­schickt wer­den, was die Kos­ten für die Gemein­den erheb­lich erhö­hen dürfte. Neben der Lis­ten­flut beschäf­tigt vor allem ein Thema Medien, Par­teien und Wäh­lende: Die Lis­ten­ver­bin­dun­gen. Unter­schied­lichste Grup­pie­run­gen ver­bin­den ihre Lis­ten, sodass für die Wäh­len­den nicht mehr ersicht­lich ist, bei wel­cher Par­tei oder Grup­pie­rung die eigene Stimme am Schluss lan­det.

Wahl­sys­tem: Pukels­heim ist ein­fach und fair

Der Grund für die Lis­ten­flut und das Lis­ten­ver­bin­dungs­chaos liegt im jet­zi­gen Wahl­sys­tem: Die­ses begüns­tigt die gros­sen Par­teien, benach­tei­ligt die klei­nen und beinhal­tet Fehl­an­reize.

«Die Gren­zen des heute gel­ten­den Wahl­sys­tems sind deut­lich gewor­den. In vie­len Kan­to­nen eta­blierte sich mitt­ler­weile aber mit dem «dop­pel­ten Pukels­heim» ein Wahl­sys­tem, das ein­fach und fair ist und ohne Lis­ten­ver­bin­dun­gen aus­kommt. Zudem gilt: Pro Kan­ton und Par­tei nur eine Liste. Die­ses Sys­tem macht auch für die Natio­nal­rats­wah­len am meis­ten Sinn.»

Marc Jost, Natio­nal­rat EVP, BE

Alle Stim­men zäh­len gleich viel

Bereits neun Kan­tone wäh­len ihre Kan­tons­par­la­mente mitt­ler­weile mit die­sem Wahl­sys­tem, lau­fend kom­men neue Kan­tone hinzu. Mit dem neuen Wahl­sys­tem sol­len die Sitze zuerst anhand der natio­na­len Wäh­ler­an­teile auf die Par­teien ver­teilt wer­den. Erst in einem zwei­ten Schritt wer­den die Sitze in den Kan­to­nen auf die Par­teien und Grup­pie­run­gen ver­teilt. Lis­ten­ver­bin­dun­gen sind so nicht mehr nötig, da es kaum mehr Rest­stim­men gibt, son­dern alle abge­ge­be­nen Stim­men in allen Kan­to­nen gleich viel zäh­len.

«Beim dop­pel­ten Pukels­heim gilt: Eine Stimme für die EVP kommt auch der EVP zugute und nicht mit­tels Lis­ten­ver­bin­dung z.B. der Mitte oder der glp. Wei­ter ver­hilft eine Stimme für die FDP der FDP zu Sit­zen und nicht der SVP wie 2023 z.B. im Kan­ton Zürich oder im Aar­gau.»

Marc Jost, Natio­nal­rat EVP, BE

Mit einer Majorz­be­din­gung wird zudem sicher­ge­stellt, dass die stim­men­stärkste Par­tei in einem Kan­ton min­des­tens einen Sitz erhält.

Kon­takt:

Marc Jost, Natio­nal­rat: 076 206 57 57
François Bach­mann, Vize­prä­si­dent (Roman­die): 079 668 69 46
Roman Rutz, Gene­ral­se­kre­tär: 078 683 56 05
Dirk Mei­sel, Lei­ter Kom­mu­ni­ka­tion: 079 193 12 70